Die Ordnungsverfügung richtet sich an die Rinderhalter im Landkreis Holzminden, die ihre Rinder oder einzelne Rindergruppen noch in verschiedenen Formen der Anbindung halten. Der überwiegende Teil der Betriebe praktiziert jedoch bereits eine saisonale oder mit Auslauf kombinierte Anbindehaltung.
Entsprechend sieht das Ausstiegskonzept unterschiedliche Fristen für die Meldung des Rinderhalters und den Umbau oder auch die Aufgabe der Rinderhaltung vor:
Für Betriebe mit ganzjähriger Anbindehaltung gilt eine Meldepflicht innerhalb von 6 Monaten nach Bekanntgabe der Allgemeinverfügung an das vom https://laves-nexus.niedersachsen.de/anbindehaltung LAVES betriebene Portal, das ab 01.08.2026 freigeschaltet wird. Der Umbau oder Aufgabe der Anbindehaltung sollte spätestens 18 Monate nach der Meldung abgeschlossen sein.
Für Betriebe mit zeitweiser Anbindehaltung (kombinierte, saisonaler oder Anbindehaltung männlicher Mastrinder) gilt eine Meldepflicht innerhalb von 3 Jahren nach Bekanntgabe der Allgemeinverfügung an das vom https://laves-nexus.niedersachsen.de/anbindehaltung LAVES betriebene Portal. Der Umbau sollte innerhalb von 7 Jahren abgeschlossen sein. Nur in begründeten Einzelfällen ist eine Verlängerung auf 9 Jahre möglich
Die Rinderhalter werden nicht allein gelassen: Die Landwirtschaftskammer bietet fachliche Beratung und Unterstützung bei Planung, Umbau, Investitionen und Anträgen. Zudem können Zuschüsse für Umbauten oder die Umstellung auf alternative Einkommensquellen bei Aufgabe der Rinderhaltung beantragt werden.
Die betroffenen Rinderhalter sollten sich die Meldefristen notieren und einhalten, frühzeitig das Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer nutzen, Fördermöglich-keiten prüfen und ein Betriebskonzept für Umbau oder Neuausrichtung entwickeln.
„Ausschlaggebend ist das Wohlergehen der Tiere. Mit dem Ende der Anbindehaltung wird ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Tierschutz gemacht werden. Kühe bewegen sich viel und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten“, erklärt Amtstierärztin Dr. Anke Rothe. „Wir hoffen, dass andere Bundesländer zeitnah nachziehen. Wir werden die Betriebe begleiten und stehen im engen Austausch dem Landvolk Niedersachsen, Bauernverband Weserbergland und dem Kreislandwirt Frank Kohlenberg.“
Die Allgemeinverfügung des Landkreises Holzminden sowie alle wichtigen Links zu sind auf der Internetseite des Landkreises Holzminden unter Service > Amtsblatt eingestellt.
Auf Einladung des Landvolks stellten sich am 25. August die vier Landratskandidierenden Elisabeth Meyer (CDU), Dominik Petters (SPD), Elke Domeyer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Dirk Hüge (AfD) in der Scheune der Domäne Grohnde in Emmerthal den Themen Landwirtschaft und ländlicher Raum. Friedrich Hake, Vorsitzender im Landkreis Hameln-Pyrmont, begrüßte die Kandidierenden sowie die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher. Im Anschluss stimmte Sandra Terletzki von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen das Publikum mit einem Impulsvortrag in die anschließende Podiumsdiskussion unter Moderation von Hendrik Habermann ein: Flächenverbrauch, Zukunft der erneuerbaren Energien, Genehmigungsverfahren, Wolf, Biber, überbordende Bürokratie, …. Die Liste der Themen, die die Landwirtschaft und den ländlichen Raum tagtäglich bewegen, ist lang. Nach einer Vorstellungsrunde mussten die Kandidierenden dann Habermanns Fragen Rede und Antwort stehen. Beim Thema Flächenverbrauch möchte Dominik Petters differenzieren, für welche Zwecke Grund und Boden in Anspruch genommen wird – die Schaffung von Arbeitsplätzen sei zum Beispiel ein wichtiger Grund. Grundsätzlich setzt er aber auf eine vorrangige Innenentwicklung. Auch Elke Domeyer bevorzugt eine stärkere Innenentwicklung, sieht darüber hinaus aber auch Potential in einer Nutzungsbündelung, zum Beispiel durch Agrar-Freiflächen-PV-Anlagen. Für Elisabeth Meyer ist der Erhalt einer gesicherten Lebensmittelversorgung bei der Abwägung, ob landwirtschaftliche Flächen für andere Nutzungen in Anspruch genommen werden, sehr wichtig. Dirk Hüge stellt klar, dass es mit ihm keine weiteren Flächeninanspruchnahmen für Windkraft, Freiflächen-PV oder Batteriespeicher mehr geben wird. Auch zu den weiteren Themen haben sich die Kandidierenden in der überwiegend sachlichen Diskussion positionieren können. Mit einem Redebeitrag aus dem Publikum wurde zum Schluss deutlich, was die Landwirtschaft von einer Kreisverwaltung erwartet, nämlich lösungsorientierte Verwaltungsverfahren, Zugewandtheit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und Augenmaß bei Verwaltungsentscheidungen. Zum Abschluss bedankte sich Hake bei Familie Uibeleisen und dem örtlichen Heimatverein, die den Raum zur Verfügung gestellt und für das leibliche Wohl gesorgt haben, und appellierte Anwesenden, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Am 19. August begrüßte das Landvolk die drei Landratskandidaten Uwe Lange (CDU), Bjarne Allruth (SPD) und Lukas Albrecht (AFD) in Bodenwerder-Buchhagen. Viele unserer Mitglieder sind der Einladung gefolgt, und so mussten die Kandidaten sich vor vollbesetztem Saal den Fragen rund um die Landwirtschaft im Landkreis Holzminden Rede und Antwort stellen. Nach der Begrüßung durch Christian Ahlswede stimmte Sandra Terletzki von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen das Publikum mit einem Impulsvortrag in die anschließende Podiumsdiskussion unter Moderation von Frank Kohlenberg ein. Nach einer Vorstellungsrunde ging es dann zügig zur Sache: Kohlenberg befragte die drei Kandidaten zu ihrer Haltung zu Flächenverbrauch, Zukunft der erneuerbaren Energien, Nutztierhaltung, freie Märkte, Raumplanung, Genehmigungsverfahren und Bürokratieabbau, und wie sie im Landkreis Holzminden damit umgehen würden. Auch das Publikum hatte im Anschluss viele Fragen, zum Beispiel zum Umgang mit dem Wolf. Mit seinem Abschlusswort betonte Ahlswede, dass die Landwirtinnen und Landwirte sich einen Landrat und eine Kreisverwaltung wünschen, die als Partner und Dienstleister auftritt. Er und Kohlenberg appellierten abschließend an alle, ihr Wahlrecht auszuüben und bei der Kommunalwahl am 13. September ihre Stimme abzugeben.

Am 16. August waren wir vom Landvolk Weserbergland beim Fest des Naturparks Solling-Vogler anlässlich des Internationalen Jahres der Weidelandschaft und des Hirtentums dabei. Mit unserem Infomobil waren wir vor Ort und konnten mit vielen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen.
Für die kleinen Gäste gab es an unserem Stand einiges zu entdecken: Beim Glücksrad hieß es, eine Frage rund um Landwirtschaft und Natur richtig zu beantworten, bevor als Belohnung ein kleines Geschenk wartete. Auch bei unserem Sämereien-Rätsel wurde fleißig geraten. In verschiedenen Gläsern konnten die Besucherinnen und Besucher Samen entdecken und versuchen herauszufinden, um welche es sich handelt.
Unser Infomobil selbst lud zum Stöbern und Informieren ein. Wir hatten zahlreiche Flyer und Informationsmaterialien für Groß und Klein dabei. So konnten sich die Besucherinnen und Besucher ganz in Ruhe über verschiedene Themen rund um Landwirtschaft, Natur und die Arbeit des Landvolks informieren und das eine oder andere Infomaterial mit nach Hause nehmen.
Bei bestem Wetter füllte sich das Fest schnell mit Menschen. Jung und Alt nutzten die zahlreichen Angebote, informierten sich und kamen miteinander ins Gespräch. Auch an unserem Stand herrschte eine offene und fröhliche Atmosphäre.
Für uns war die Veranstaltung eine schöne Gelegenheit, Landwirtschaft ganz unkompliziert und spielerisch näherzubringen und zu zeigen, wie vielfältig die Verbindung zwischen Landwirtschaft, Natur und Landschaft ist.
Ein herzliches Dankeschön an den Naturpark Solling-Vogler für die gelungene Veranstaltung und an alle, die bei uns vorbeigeschaut haben!

Mit der feierlichen Freisprechung in der Weinschänke Rohdental endete für die 17 frisch gebackenen Landwirtinnen und Landwirte des Weserberglandes ein wichtiger Lebensabschnitt. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung an der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln erhielten die Absolventinnen und Absolventen heute im Beisein ihrer Familien, Ausbildungsbetriebe, Lehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und des Landvolks ihre Urkunden.
Die vergangenen Ausbildungsjahre haben den jungen Fachkräften nicht nur fundiertes Wissen in Pflanzenbau, Tierhaltung und moderner Agrartechnik vermittelt, sondern sie auch auf die vielfältigen Herausforderungen einer sich stetig wandelnden Landwirtschaft vorbereitet. Mit ihrem erfolgreichen Abschluss verfügen sie über das Rüstzeug, um Verantwortung auf den landwirtschaftlichen Betrieben zu übernehmen und die Zukunft der Landwirtschaft aktiv mitzugestalten.
In ihren Grußworten gratulierten die Vertreter des Berufsstandes den Absolventinnen und Absolventen herzlich und würdigten zugleich das große Engagement der Ausbildungsbetriebe. Ohne deren Einsatz und die enge Zusammenarbeit mit der Elisabeth-Selbert-Schule wäre eine qualifizierte Ausbildung in dieser Form nicht möglich.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Freisprechung nicht das Ende, sondern der Beginn eines neuen Abschnitts ist. Viele der jungen Landwirtinnen und Landwirte werden sich nun weiterqualifizieren – sei es durch den Besuch der Fachschule, ein Studium oder weitere Fortbildungsangebote. Lebenslanges Lernen ist heute eine wichtige Voraussetzung, um den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen und wirtschaftlich erfolgreichen Landwirtschaft gerecht zu werden.
Das Landvolk Weserbergland gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zur bestandenen Abschlussprüfung und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Freude und stets eine glückliche Hand bei den Herausforderungen ihres Berufes. Sie sind die Fachkräfte, die die Landwirtschaft im Weserbergland auch künftig mit Kompetenz, Engagement und Leidenschaft gestalten werden.
Was Rinderhalter im Landkreis Holzminden beachten müssen
Die Anbindehaltung von Rindern ist eine Haltungsform, die aufgrund erheblicher Einschränkungen von Bewegungsfreiheit und Sozialverhalten seit vielen Jahren stark in der Kritik steht. Nun hat das Land Niedersachsen den Ausstieg aus dieser Haltungsform beschlossen. Am 02.06.2026 hat das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) die kommunalen Veterinärbehörden per Erlass angewiesen, die Anbindehaltungen von Rindern in ihrem Zuständigkeitsbereich zu untersagen. Die Allgemeinverfügung des Landkreises Holzminden hierzu ist seit dem 30.06.2026 öffentlich im Amtsblatt bekanntgegeben.
Der Landkreis Hameln-Pyrmont setzt den Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Ausstieg aus der Anbindehaltung von Rindern um.
Mit der Allgemeinverfügung 03/2026 Amtsblatt/Bekanntmachungen / Landkreis Hameln-Pyrmont wird die Anbindehaltung von Rindern im Kreisgebiet künftig untersagt.
Grundlage ist ein landesweiter Erlass, der die Veterinärbehörden verpflichtet, die Anbindehaltung von Rindern schrittweise zu beenden. Anbindehaltung schränkt die natürlichen Bewegungs- und Verhaltensmöglichkeiten von Rindern erheblich ein, dies gilt es zukünftig zu verhindern.
Von der Untersagung betroffen sind die ganzjährige Anbindehaltung sowie die zeitweise Anbindehaltung von Rindern.
Für die betroffenen Betriebe gelten Übergangsfristen.
Betriebe mit ganzjähriger Anbindehaltung müssen innerhalb von sechs Monaten nach Bekanntgabe der Allgemeinverfügung erklären, ob sie ihre Haltung auf ein anderes System umstellen oder die Rinderhaltung aufgeben.
Hierfür ist eine Meldung über das ab dem 1. August 2026 vom LAVES betriebenen Portal https://laves-nexus.niedersachsen.de/anbindehaltung zu tätigen. Der Umbau oder die Aufgabe der Anbindehaltung muss spätestens 18 Monate nach der Meldung erfolgen.
Für Betriebe mit kombinierter oder saisonaler Anbindehaltung sowie für die Anbindehaltung männlicher Mastrinder gelten längere Fristen. Die Meldung muss innerhalb von drei Jahren erfolgen. Die vollständige Umstellung oder Beendigung der Anbindehaltung hat grundsätzlich innerhalb von sieben Jahren zu erfolgen. In begründeten Einzelfällen können Fristverlängerungen gewährt werden.
Betroffene Landwirte können sich u.a. von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beraten lassen. Zudem können Fördermöglichkeiten des Landes für Investitionen in andere Haltungssysteme genutzt werden.
Weitere Informationen zum Ausstieg aus der Anbindehaltung und Fördermöglichkeiten sind hier zu finden:Ausstieg aus der Anbindehaltung & Fördermöglichkeiten | Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ansprechpartnerin im Veterinäramt ist Frau Dr. Walter
Quelle Hompage Landkreis Hameln-Pyrmont 30.06.2026
Am Donnerstag, den 18. Juni, fand die Gesamtvorstandssitzung in Hameln statt. Als Gast begrüßten wir den neuen Geschäftsführer des Landvolks Niedersachsen, Stefan Ortmann.
Im Mittelpunkt stand der persönliche Austausch über aktuelle Themen der Landwirtschaft sowie die zukünftige Zusammenarbeit. Darüber hinaus befasste sich der Gesamtvorstand mit verschiedenen Themen aus der laufenden Verbandsarbeit.
Wir bedanken uns bei Stefan Ortmann für seinen Besuch und wünschen ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg.