Auf Einladung des Landvolks stellten sich am 25. August die vier Landratskandidierenden Elisabeth Meyer (CDU), Dominik Petters (SPD), Elke Domeyer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Dirk Hüge (AfD) in der Scheune der Domäne Grohnde in Emmerthal den Themen Landwirtschaft und ländlicher Raum. Friedrich Hake, Vorsitzender im Landkreis Hameln-Pyrmont, begrüßte die Kandidierenden sowie die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher. Im Anschluss stimmte Sandra Terletzki von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen das Publikum mit einem Impulsvortrag in die anschließende Podiumsdiskussion unter Moderation von Hendrik Habermann ein: Flächenverbrauch, Zukunft der erneuerbaren Energien, Genehmigungsverfahren, Wolf, Biber, überbordende Bürokratie, …. Die Liste der Themen, die die Landwirtschaft und den ländlichen Raum tagtäglich bewegen, ist lang. Nach einer Vorstellungsrunde mussten die Kandidierenden dann Habermanns Fragen Rede und Antwort stehen. Beim Thema Flächenverbrauch möchte Dominik Petters differenzieren, für welche Zwecke Grund und Boden in Anspruch genommen wird – die Schaffung von Arbeitsplätzen sei zum Beispiel ein wichtiger Grund. Grundsätzlich setzt er aber auf eine vorrangige Innenentwicklung. Auch Elke Domeyer bevorzugt eine stärkere Innenentwicklung, sieht darüber hinaus aber auch Potential in einer Nutzungsbündelung, zum Beispiel durch Agrar-Freiflächen-PV-Anlagen. Für Elisabeth Meyer ist der Erhalt einer gesicherten Lebensmittelversorgung bei der Abwägung, ob landwirtschaftliche Flächen für andere Nutzungen in Anspruch genommen werden, sehr wichtig. Dirk Hüge stellt klar, dass es mit ihm keine weiteren Flächeninanspruchnahmen für Windkraft, Freiflächen-PV oder Batteriespeicher mehr geben wird. Auch zu den weiteren Themen haben sich die Kandidierenden in der überwiegend sachlichen Diskussion positionieren können. Mit einem Redebeitrag aus dem Publikum wurde zum Schluss deutlich, was die Landwirtschaft von einer Kreisverwaltung erwartet, nämlich lösungsorientierte Verwaltungsverfahren, Zugewandtheit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und Augenmaß bei Verwaltungsentscheidungen. Zum Abschluss bedankte sich Hake bei Familie Uibeleisen und dem örtlichen Heimatverein, die den Raum zur Verfügung gestellt und für das leibliche Wohl gesorgt haben, und appellierte Anwesenden, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.