Das Planverfahren zum Rhein-Main-Link schreitet voran: Im kommenden Jahr beabsichtigt Amprion die Planfeststellungsunterlagen mit dem konkret angestrebten Trassenverlauf für den Planfeststellungsabschnitt in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden zu veröffentlichen. Dann geht nicht nur das Planfeststellungsverfahren in die Öffentlichkeitsbeteiligung - Amprion möchte zugleich auch an die betroffenen Grundstückseigentümer und Bewirtschafter herantreten, um über die Grundstücksinanspruchnahme zu verhandeln.

Um bei den Verhandlungen Hilfestellung zu geben und den Rechten der Grundstückbetroffenen angemessen Geltung zu verschaffen und eine Gleichbehandlung zu sichern, haben Amprion und die Landvolk- bzw. Landwirtschaftsverbände aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen bereits im Oktober dieses Jahres erstmals eine länder- und projektübergreifende Rahmenregelung für die zukünftige Umsetzung von Erdkabelprojekten, denen auch der Rhein-Main-Link gehört, verhandelt. Die Rahmenregelung wurde im Oktober dieses Jahres unterzeichnet.

In gemeinsamen Informationsveranstaltungen in den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont hat Amprion nun den Projektsachstand erläutert. Im Anschluss hat Landvolk-Geschäftsführer Henning Brünjes die Rahmenregelung zur Grundstücksinanspruchnahme und Entschädigung vorgestellt. In einer lebhaften Diskussion konnten die Landvolk-Mitglieder ihre zum Teil kritischen Fragen an die Vertreter von Amprion und Landvolk richten und ihren Sorgen über den Umgang mit ihren Grundstücken Ausdruck verleihen. Im Ergebnis wurde allen Beteiligten deutlich: Zukünftig wird es natürlich noch viel Gesprächsbedarf zu Einzelproblemen geben. Aber es gibt eine Rahmenregelung, die die Belange der Grundstückseigentümer und Bewirtschafter berücksichtigt und unterstützt.